|
Galerie - Heringsessen 2007
Gesalzene Rede zum Heringsessen
Landrat Peter Walter zu Besuch bei der CDU-Langen
Der CDU-Stadtverband Langen hatte am 21.02.2007 zum traditionellen
Aschermittwochs-Heringsessen in das Waldhaus Hotz eingeladen. Doch man
wollte nicht nur den beliebten „Katzenjammer-Killer“ servieren,
sondern hatte mit Landrat Peter Walter auch einen engagierten Redner
eingeladen.„Ich will hier nicht so poltern wie jene in Bayern,
aber zumindest möchte ich die wichtigsten Themen kurz ansprechen“,
kündigte Walter an.
„Was passiert eigentlich, wenn nichts passiert?“, fragte
der Chef der Kreisverwaltung provozierend in die Runde und gab zu bedenken,
wie die Zukunft in nur 20 Jahren aussähe, wenn die heutige Gegenwart
eingefroren werde. An den meist diskutierten Themen wie die Bildungssituation,
die Mobilität und die Aspekte einer neuen Region zog Walter Vergleiche
von der jüngsten Vergangenheit bis in die nahe Zukunft.
„Es war nicht immer einfach, manchmal wurden wir sogar belächelt,
doch wir haben argumentativ gekämpft und werden heute von unseren
politischen Gegnern beneidet“, fuhr Peter Walter fort. Heute gilt
der Landkreis Offenbach in Sachen Privatisierung sowie bei der Bewirtschaftung
von Krankenhäusern und Schulen als Vorzeigeobjekt in der ganzen
Republik. „Im Ranking der über 400 Gebietskörperschaften
in der Republik sind wir in den vergangenen Jahren von Platz 90 auf
22 gestiegen“, verkündete der Landrat nicht ohne Stolz.
Mit den innovativen Projekten, vor allem im Bereich der Schulen, wollte
man nicht nur Steuervermögen erhalten sondern auch Motivation schaffen.
„Wer geht schon gerne in eine heruntergekommene Schule“,
fragte Walter in den Raum. Am Beispiel der Privatisierung der Krankenhäuser
sagte Walter: „Wir haben in Langen und Seligenstadt heute schon
100 Arbeitsplätze dazugewonnen. An anderen Kliniken, die nicht
diesen Weg gegangen sind, muss nun Personal entlassen werden“.
Mit Blick auf eine „neue Region“ verwies der Landrat auf
dringende Investitionen in die Kultur. Auch den Ausbau des Flughafens
Rhein- Main sah Walter als Schicksalsfrage für die Zukunft. „Andere
Flughäfen warten nur darauf, abwandernde Gesellschaften aufzunehmen“,
so der Kreis-Chef.
Am Ende seiner Rede kam er auch auf die lokale Situation zu sprechen.
„Der Standort Langen mit dem Westkreis ist sehr gut aufgestellt
was Infrastruktur, die Gesundheitssituation und auch die Schulen betrifft“,
betonte Walter. Er appellierte an die politische Solidarität, die
in den 13 Städten und Gemeinden des Kreises recht gut funktioniere.
„Dies sollte auch für eine Parteistruktur gelten“,
sagte Peter Walter in Anspielung auf die Situation der Langener CDU,
aus deren Reihen gleich drei Kandidaten in die anstehende Bürgermeisterwahl
gehen. (fnp)
|